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  • AutorenbildAliena Kempa

Fortbildung und ein paar kritische Worte


Ich bin stetig dabei mich für euch und eure Pferde und natürlich auch für mich selbst und meinen Erfahrungsschatz weiterzubilden.

Gerade in meinem Bereich lernt man NIEMALS aus, sollte IMMER über den Tellerrand hinaus schauen und versuchen so VIELE Ansätze wie möglich mitzunehmen.


Ich hatte einen unglaublich tollen Tag mit der lieben Angelina und vielen tollen Teilnehmerinnen.

Sie hat die gleichen Ansätze und die gleiche Einstellung wie ich, dass wir im Pferde- und Reitsportbereich aktuell einfach immense Probleme haben.


1. Die Zucht

Die Pferde werden immer kürzer, langbeiniger und leistungsbereiter gezüchtet. Sie werden von ihren Strukturen dabei aber immer weicher. Zeitgleich werden sie immer früher und schneller angeritten. Sie bekommen keine Zeit, um sich muskulär, oder faszial zu stabilisieren und aus diesem Grunde haben wir nach kurzer Zeit schon kaputte Pferde. Viele lernen die Schmerzen zu ertragen und werden drüber hinweggeritten, bis sie dann nach wenigen weiteren Jahren gar nicht mehr reitbar sind, Arthrosen in der Wirbelsäule und den Beinen entwickelt haben oder Fesselträgerschäden, etc auskurieren müssen.


2. Die Ausbildung

Leider hat sich auch die Ausbildung stark ins negative entwickelt. In vielen Reithallen wird nur noch drauf geachtet, ob das Pferd den Kopf an bzw hinter der Senkrechten trägt. Sollte das nicht der Fall sein, wird einfach noch stärker mit der Hand gezogen und festgehalten, bzw Ausbilder drangeschnallt.

Das ursprüngliche Ziel eines losgelassenen Pferdes, welches fein und vertrauensvoll an der Hand ist, am Sitz reagiert und bewegungsfreudig ist, sieht man leider kaum noch. Statt bei einem triebigen Pferd Sporen und Gerte zu verwenden, sollte lieber geschaut werden, weshalb und warum die Bewegungsfreude verloren gegangen ist.

Pferde sind Flucht- und Lauftiere, das sollten wir nicht vergessen!

Außerdem fehlt die Ausbildung, sowohl beim Pferd, als auch beim Reiter. Die Profis reiten ausgebildete Pferde und die unausgebildeten Reiter reiten und kaufen sich unausgebildete junge Pferde, welche sich dann später zu 'Problempferden' entwickeln.


3. Den Pferden wird einfach keine Zeit mehr zur Entwicklung gegeben

Sie müssen am besten jetzt sofort funktionieren und so strampeln, das alle an der Bande staunen. Dass das reele Reiten und ein losgelassenes Pferd aber ein langer Prozess ist, der auch sehr oft nicht schön und spektakulär aussieht, wird oft vergessen oder ignoriert.


Auch das Thema Trageerschöpfung war und ist ein großes Thema! Es ist erschreckend, wie viele Pferde sich in einer Trageerschöpfung befinden und es ist oftmals nicht bewusst, bzw wird nicht erkannt. Hier kann und muss das Pferd faszial gelöst werden, damit es sich im Brustkorb stabilisieren kann. Anschließend muss es aber unbedingt wieder stabilisiert werden. Wenn so weitergearbeitet wird wie vorher, sackt der Brustkorb noch weiter ab.

Auch im Sattelbereich ist das Thema Trageerschöpfung sehr wichtig und wir müssen die Pferde hier unbedingt wieder rausholen, um ihre Gesundheit zu erhalten!


Husten wird leider auch bei vielen Pferden immer mehr und ich höre es von vielen meiner Kunden!

Ich freue mich riesig hier neue Ansätze mitgenommen zu haben und euch noch besser unterstützen zu können!


Alles in allem war es ein fantastischer Tag und ich danke dir sehr, liebe Angelina!


Es ist einfach so so wichtig, dass noch mehr umgedacht wird und man vor allem aus dem Gruppenzwang rauskommt! 🤍


Mich würden eure Gedanken dazu sehr interessieren!



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