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  • AutorenbildAliena Kempa

▶️Fallbeispiel: Atrophie im Lendenbereich◀️


Gar nicht so selten erlebe ich den Fall, dass ich zu einem Neukunden/einer Neukundin gerufen werde, die schon mehrere Sättel auf ihrem Pferd liegen hatte. Nach kurzer Zeit trat immer wieder das selbe Problem auf: der Schwerpunkt kippt nach hinten❗️ Häufig sind dies Pferde oder Ponys, die generell ein recht weiches Bindegewebe haben. Schaut man sich diese Pferde an, sieht man oftmals eine Atrophie im Bereich der hinteren Sattellage. Dieser Bereich der Muskulatur ist (oftmals durch vermehrten Druck, falsch angepasste Sättel, nicht korrekt eingestelltem Schwerpunkt) nicht mehr tragfähig. Was hier nun aber passieren würde, wenn man einen Sattel normal anpassen würde, ist, dass der Schwerpunkt sich immer wieder nach hinten verschieben würde. Das Pferd bekommt immer mehr Spannung im Lendenbereich und wird immer weniger in der Lage sein, über seinen Motor -die Hinterhand- zu laufen. Das Becken kann in der Bewegung nicht mehr richtig abkippen und der komplette Schub landet im Bergab auf der Vorhand. Da wir als Reiter immer dort sitzen, wo sich der Schwerpunkt, also der tiefste Punkt des Sattels befindet, kommt erneut vermehrter Druck auf die bereits vorhandene Arthrophie und die Muskulatur wird noch mehr abgedrückt. ⛔️ Es kommt zu faszialen Verklebungen und die Muskulatur wird nicht mehr richtig durchblutet. Hier entsteht nun also ein Teufelskreis, welcher das Pferd immer weiter in ein verkehrtes Bewegungsmuster zwingt. Ein Lösungsweg wäre hier mit einem (Lammfell-)Pad mit Einschubfächern zu arbeiten, um dem Pferd in der hinteren Sattellage Platz zum Muskelaufbau zu schaffen. Je nachdem wie stark die Verspannungen und Verklebungen sind macht es durchaus Sinn hier zusätzlich therapeutisch heranzugehen. 🤲🏼

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